Wie viel Geld schenkt man zur Hochzeit?
Übliche Spannen nach Verhältnis zum Brautpaar — für Deutschland und die Schweiz. Plus die Gedeck-Faustregel und was sich als Paar ändert.
Richtwerte für Deutschland
Quer über die gängigen Ratgeber liegt der genannte Durchschnitt bei etwa 120 Euro pro Person. Das ist allerdings ein Mittelwert über sehr unterschiedliche Gäste — deine Rolle auf der Feier sagt mehr aus:
| Dein Verhältnis zum Brautpaar | Pro Person |
|---|---|
| Bekannte, Nachbarn, Arbeitskollegen | 20–50 € |
| Gute Freunde | 50–150 € |
| Geschwister und enge Verwandte | 100–250 € |
| Eltern des Brautpaars | 200–500 € |
Die Gedeck-Regel
Die verbreitetste Faustregel lautet: Das Geschenk sollte mindestens das abdecken, was du als Gast kostest. Ein Hochzeitsgedeck liegt in Deutschland bei etwa 80 bis 120 Euro pro Person — inklusive Getränken. Wer bei einer großen Abendfeier mit Menü unter 50 Euro bleibt, liegt damit unter den Kosten, die er verursacht.
Umgekehrt gilt das genauso: Bei einer kleinen Feier im Garten oder einem Sektempfang im Standesamt wäre die gleiche Summe deutlich über dem Rahmen.
Richtwerte für die Schweiz
In der Schweiz liegen die Beträge nominal höher, weil die Festkosten höher sind. 2026 wird pro Kopf mit 150 bis 300 Franken für Verpflegung samt Getränkepauschale gerechnet. Als Faustregel nennen Schweizer Ratgeber 100 bis 150 Franken pro Person:
| Dein Verhältnis zum Brautpaar | Pro Person |
|---|---|
| Bekannte und Arbeitskollegen | ab 100 CHF |
| Entfernte Verwandte, Cousins und Cousinen | 100–150 CHF |
| Enge Freunde und Trauzeugen | 150–200 CHF |
| Geschwister | 150–250 CHF |
Als Paar eingeladen
Ein gemeinsames Geschenk ist üblich und ungefähr das Doppelte des Einzelbetrags. Es muss nicht exakt verdoppelt sein; aus der Freundes-Spanne werden als Paar entsprechend etwa 100 bis 300 Euro. Kommen Kinder mit, werden sie meist nicht voll mitgerechnet.
Runde Summe oder nicht?
Beides ist in Ordnung. Manche Paare freuen sich über eine krumme Summe mit Augenzwinkern — etwa das Datum des Kennenlernens als Betrag. Wichtig ist nur: Der Betrag gehört in eine Karte, nicht auf einen Tisch gelegt, und wird ohne Publikum überreicht.
Der Umschlag ist das Problem, nicht das Geld. Ein gefalteter Schein macht aus dem Betrag ein Geschenk — und kostet nichts extra.
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Woher die Zahlen kommen
Zu Geldgeschenken gibt es keine repräsentativen Studien. Die Spannen auf dieser Seite fassen zusammen, was deutschsprachige Ratgeber-, Verbraucher- und Hochzeitsportale 2026 nennen — darunter die Stuttgarter Zeitung, Gelbe Seiten, biallo und die Ratgeberseiten mehrerer Banken. Sie sind als Orientierung gedacht, nicht als Vorschrift.
